Als lütte Deern bin ich in Kiel aufgewachsen – eine waschechte Kieler Sprotte. Viel Zeit verbrachte ich mütterlicherseits bei meiner Großmutter. Sie brachte mir das Stricken und Häkeln bei, und Patience spiele ich bis heute leidenschaftlich gerne. Mit Oma und Opa sprach ich Plattdeutsch – meine Herzens-, Wohlfühl- und Heimatsprache, die ich heute sehr vermisse.

Warum heißt mein Blog all mien ?
Weil mein Papa früher mit einem Lächeln und einem Augenzwinkern sagte: „Dat is all mien.
Ein Satz in Plattdeutsch, schlicht und doch voller Klang – wie eine kleine Besitzverkündung, die zugleich Wärme und Selbstverständlichkeit ausstrahlte.
Auf Hochdeutsch heißt es: „Das ist alles meins.
Und genau so fühlt sich dieser Blog für mich an: ein Ort, an dem Erinnerungen, Gedanken und Geschichten gesammelt sind – alles meins, und doch zum Teilen gedacht.

Meine Liebe zur Küste, das raue Schmuddelwetter und der Grünkohl sind tief in meinem Herzen verankert. Das Heimweh begleitet mich oft.

Ich habe dunkelblonde Haare – mal heller, mal dunkler – und ziehe langsam silberne Strähnen hindurch.
Meine Augen sind grün, wie die Ostsee
Sternzeichen Jungfrau.

Schmuck wie ein Tannenbaum muss nicht sein, doch meine Tattoos und Piercings liebe ich.
In den Bergen könnte ich nie wohnen – dort ist mir alles zu hoch. Einmal war ich in den Dolomiten und konnte nicht einmal mehr draußen Treppen steigen, ohne mich irgendwo festzuklammern. Ich habe schreckliche Höhenangst.

Ich liebe das platte Land, norddeutsche Sturmköppe – und ganz besonders mein Kind und meinen Mann.
Bin selbst ein richtiger Sturkopp, frag sie ruhig.

Ich habe eine Katzenallergie, Stauballergie und noch einiges mehr.
Meinen Hund habe ich geliebt – er ist mittlerweile verstorben, und ich vermisse ihn jeden Tag.

Für Pferde habe ich mich nie interessiert; Lieber würde ich mit einer Crossmaschine durchs Gelände fahren.
Einen Motorradführerschein habe ich leider nicht, dafür aber einen „Sportbootführerschein See – und darf auf der Ostsee rumschippern.

Mir ist es egal, welche Figur ein Mensch hat – nicht aber die Figur, die er macht.

Fernsehen kann ich nicht ohne Schlagen, sonst werde ich tossig.
Ohne Fernseher komme ich am besten aus: Lieber höre ich leise Musik oder lese.
Ich mag Neil Young und Irish Folk, doch meist läuft das Radio. Irische Musik gibt mir Wärme – warum, weiß ich selbst nicht.

Ich bin sehr gerne allein, mag keine Menschenmassen.
Stehe manchmal abseits.
Viel reden muss ich nicht, ich kann stundenlang schweigen – nicht böse gemeint, es ist einfach so.
Ich bin verschwiegen, aber nicht verschlossen.

Mein Gedächtnis ist wie das eines Elefanten leider .
Ich kann sehr nachdenklich sein.

Ins Kino oder Theater zieht es mich nicht.
Lieber sitze ich gemütlich mit einem Glas Rotwein am Strand und schaue den Wellen zu.

Ich bin viel zu schreckhaft, hasse Stress, mag es lieber gut organisiert – und hasse Veränderungen.
Ich werde es immer perfekt haben, was nur selten gelingt.
Ich bin nicht neugierig, werde nur alles wissen.

Wir haben keinen Wohnzimmerschrank, nur Bücherregale – und die Quellen stehen kurz vor der Tür. Wohlfühl .

Ich mag den Herbst.
Ich schreibe nur mit meinem Füller, Kulis liegen mir nicht.

Morgens koche ich zuerst Kaffee.
Morgenmuffel? Nein – aber schnack mich nicht gleich an, besser ist das...

Nicht arrogant, nicht launisch – doch ich mag nicht jeden.
Ich bin gerne mal unbequem… je älter ich werde grins .

Keine Labertasche, aber ich analysiere und stelle fest.
Wer mich nicht gerne hat, wie ich bin, der kann mich mal gerne haben.

So ganz „normal war ich noch nie – und das ist gut so.