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Eis auf der Elbe

Bevor die Eisschollen endgültig verschwinden, wollte ich das Spektakel unbedingt noch einmal aus der Nähe erleben. Also machten wir uns vorhin kurz auf den Weg nach Geesthacht. Dort bot sich uns ein imposantes Bild: Mit gewaltiger Wucht presste die Strömung das Wasser durch die Schleusen, während sich die massiven Eisschollen davor zu einer dichten Barriere stauten
Wissenswertes zum Eis bei Geesthacht

Dass sich das Eis ausgerechnet dort so extrem staut, ist kein Zufall. Hier sind drei Gründe, warum Geesthacht ein „Hotspot für Eisschollen ist:

  • Die Staustufe als Nadelöhr: Das Wehr in Geesthacht ist die einzige Staustufe der Elbe in Deutschland. Es trennt die Oberelbe von der Unterelbe (Tideelbe). Da die Schollen hier physisch gestoppt werden, türmen sie sich oft meterhoch auf – man spricht dann von Eisversatz.

  • Die Rolle der Gezeiten: Unterhalb des Wehrs wirkt die Ebbe und Flut der Nordsee. Wenn die Flut das Wasser flussaufwärts drückt, während von oben das Eis nachschiebt, entsteht ein enormer Druck auf die Wehranlagen.

  • Gefahr für den Hochwasserschutz: Wenn der Eisstau zu massiv wird, kann das Wasser nicht mehr ungehindert abfließen, was den Pegel oberhalb des Wehrs gefährlich ansteigen lässt. In extremen Wintern kommen deshalb Eisbrecher zum Einsatz, um die Fahrrinne freizuhalten und den Abfluss zu sichern.

























Ein kleiner Tipp für den nächsten Besuch: Die Fischaufstiegsanlage in Geesthacht (eine der größten Europas) ist direkt daneben – auch im Winter ein spannender Kontrast zu den gewaltigen Kräften am Wehr.

Angela 08.02.2026, 16.53

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